Historischer Standort

Bereits im Mittelalter trieb das Wasser des Flusses Hase eine Kornmühle des Fürstbischofs von Osnabrück an. Im 16. Jahrhundert wird hier eine Walkmühle und die Gründung der Gilde der Bramscher Tuchmacher erwähnt. Um die Gebäude auf dem Mühlenort errichten die Tuchmacher und andere Gewerbetreibende ihre Wohn- und Arbeitsstätten. Gemeinsam nutzen sie die Wasserkraft der Hase und erweitern die Mühlenanlage.

1849 erwirbt die Tuchmachergilde den Mühlenkomplex und errichten 20 Jahre später ein weiteres, dreigeschossiges Fabrikgebäude. Dies ermöglicht den Betrieb von industriellen Textilmaschinen, mit denen schneller und effektiver produziert werden kann.

Im 18. Jahrhundert wird ein Neubau der Mühle notwendig. Aus dem Jahr 1754 stammt der Entwurf des Osnabrücker Leutnants Gröninger (NLA- Staatsarchiv Osnabrück, Rep 100 Abschn. 126 Nr. 17, Bl. 349)

Die Belegschaft der Tuchmacherinnung am Hauptgebäude vor dem 1. Weltkrieg. Im Erdgeschoss wird noch eine Sägemühle betrieben.

Der Mühlenort um 1900 mit dem Innungsgebäuden (links) und den Wohn- und Arbeitsstätten der Innungsmeister (rechts).

Die Wohnhäuser mit Werkstatträumen liegen nur durch die Straße getrennt den Fabrikationsgebäuden der Tuchmacher-Innung gegenüber.