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01.07.2012-21.10.2012 Das Pepita-Virus - Herstellung und Verbreitung eines Stoffmusters
Seit dem späten 19. Jahrhundert sind Pepita-Muster virulent. Sie kommen, breiten sich epidemisch aus, verschwinden wieder, um an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Ihre Wirkung hat eine ungewöhnliche Bandbreite: von kleinkariert bis großkariert, konservativ bis schillernd. Derzeit erreicht die Ausbreitung des Pepita-Virus einen Höhepunkt: Es findet sich nicht nur auf Stoffen, sondern auf allem wieder, was sich bedrucken lässt. Zum ersten Mal präsentiert das Tuchmacher Museum Bramsche vom 1. Juli bis zum 21. Oktober 2012 mit seiner Ausstellung „Das Pepita-Virus“ die Herkunft, Produktionsweise und Verbreitung dieses Stoffmusters.


Aktuelle Kindermode (Foto: Kröger)
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Kindermode

Was ist Pepita? Die Frage nach der Definition dieses Webmusters wird selbst in der Fachliteratur widersprüchlich beantwortet und auch das eng verwandte Hahnentritt-Muster wird oft als Pepita bezeichnet. Zahlreiche Stoffproben in der Ausstellung verdeutlichen die technische Konstruktion des Pepita- bzw. Hahnentrittmusters, d. h. die unterschiedlichen Formen der Verkreuzung von schwarzen und weißen Fäden, und zeigen ihre Variantenvielfalt. Außerdem können die Besucher den komplizierten Webvorgang bei der Produktion von Wolldecken im Pepita-Muster auf einem historischen Handwebstuhl verfolgen. Die Handweberin Trudel Andersen lässt sich bei dieser Arbeit an mehreren Terminen über die Schulter schauen.

Musterbücher aus Bramscher Tuchmacherbetrieben zeigen in der Ausstellung, wie verbreitet diese typischen schwarz-weißen Webmuster seit dem 19. Jahrhundert in der Tuchproduktion waren. Dabei ist das Muster selbst sehr viel älter. Bereits vor mehr als 2000 Jahren wurden Pepita-Muster gewebt, wie die Rekonstruktion eines Textilfundes aus Gerumsberg (Schweden), eine Leihgabe aus dem Falbygdens Museum in Falköping, Schweden, in der Ausstellung beweist.

Der Mantel von Gerum, Rekonstruktion (Foto: Gabriel Hildebrand, National Historica Museum, Stockholm)
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Gerum

Seit mehr als 100 Jahren faszinieren die vielseitigen Muster die Modeschöpfer: von Coco Chanel über Christian Dior bis zur Salvatore Ferragamo, in dessen Hahnentritt-Kollektion sich die Pop-Sängerin Lady Gaga 2011 von Kopf bis Fuß stylte. Neben Marilyn Monroe gehörte auch Konrad Adenauer zu den Anhängern dieses Musters. Sein legendärer Pepita-Hut, den der deutsche Bundeskanzler auch im Urlaub im italieni-schen Cadenabbia trug, wird von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus für die Bramscher Ausstellung zur Verfügung gestellt. In Bramsche wurden für „Inge-Kleider“ – einem Tochterunternehmen der Berliner Firma Eggeringhaus, Schröder & Oestergaard – viele Modelle in Pepita und Hahnentritt entworfen. Heinz Oestergaard galt als „der Dior von der Spree“ und betreute über Jahre die Inge-Kollektion.

In der Nachkriegszeit sprang das Pepita-Muster wie ein Virus auf unzählige Alltagsobjekte über: Von der Kakaokanne über das Schokoladenpapier bis zum Feuerzeug und Taschenmesser. Gewebt oder gedruckt: Pepita ist immer wieder aktuell. Eine große Sammlung alltäglicher, aber auch überraschender Objekte aus sechs Jahrzehnten hat das Ausstellungsteam für die Präsentation zusammengetragen.

Für zahlreiche Künstler waren die besonderen optischen Eigenschaften der Pepita-Muster eine wichtige Inspirationsquelle. So hat das Düsseldorfer Künstlerpaar Barbara Esser und Wolfgang Horn auf besondere, ganze ironische Weise mit der optischen Wirkung von Pepita gespielt. Ihr Anzug wirkt aus der Ferne wie ein Pepita-Stoff, aus der Nähe betrachtet entpuppt sich das Muster jedoch als eine Aneinanderreihung kleiner gewebter Totenköpfe.

Emma in Pepita
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Emma in Pepita

Begleitprogramm zu der Ausstellung





Zu der Ausstellung ist eine Begleitschrift erschienen, die für 8,00 Euro erhältlich ist.



Ausstellung, Begleitschrift und Begleitprogramm werden gefördert durch

den Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Kreissparkasse Bersenbrück sowie den Förderverein Tuchmacher Museum Bramsche e.V.

Förderer
 

Ilka Thörner / Tuchmacher Museum Bramsche
http://www.tuchmachermuseum.de
erstellt am 21.02.2012



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