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Ruth Löbe "Romanze mit Rot – Bildwebereien"
Handwerklich präzise gearbeitet, dabei farbenfroh und poetisch gestaltet – diese gekonnte Mischung aus Tradition und Moderne verbindet die Lübecker Handweberin Ruth Löbe in ihren Bildteppichen, Decken und Kissen, die in der Ausstellung „Romanze mit Rot“ vom 3. Dezember 2010 bis zum 30. Januar 2011 im Tuchmacher Museum Bramsche zu sehen sind. Die Eröffnung ist Freitag, 3. Dezember 2010, um 19.00 Uhr.


Handwerklich präzise gearbeitet, dabei farbenfroh und poetisch gestaltet – diese gekonnte Mischung aus Tradition und Moderne verbindet die Lübecker Handweberin Ruth Löbe in ihren Bildteppichen, Decken und Kissen, die in der Ausstellung „Romanze mit Rot“ vom 3. Dezember 2010 bis zum 30. Januar 2011 im Tuchmacher Museum Bramsche zu sehen sind.

Ruth Löbe arbeitet in der klassischen Technik der Gobelinweberei am Hochwebstuhl und fertigt ihre Handwebereien hauptsächlich aus Ziegenhaar, Wolle und Seide. Am Anfang ihrer Arbeiten steht der malerische oder zeichnerische Entwurf, den sie im weiteren Webprozess frei interpretiert und weiterentwickelt. Das Prozesshafte ihrer Arbeitsweise ist auch an den fertigen Stücken noch sichtbar. Sind Ruth Löbes frühere Arbeiten eher grafisch komponiert, so webt sie ihre jüngeren Arbeiten sehr viel freier und spontaner: Phantastische Darstellungen mit Fabelwesen, aber auch botanische Elemente, Vögel, Insekten und andere Tiere bestimmen die farbenfrohen Werke und erzählen poetische Geschichten. Im Tuchmacher Museum Bramsche sind nicht nur die fertigen Handwebereien Ruth Löbes zu sehen, sondern auch die Dokumentation des Herstellungsprozesses und das Ausgangsmaterial.

Mit ihren Arbeiten steht Ruth Löbe in einer langen Tradition der künstlerisch ausgerichteten Handweberei. Die alte Kulturtechnik der Handweberei wurde im 19. Jahrhundert durch die Einführung des Maschinenwebstuhls zunächst verdrängt bevor sie mit der englischen „Arts and Crafts“-Bewegung wieder eine starke Verbreitung, vor allem im französischen und skandinavischen Raum, fand. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewann die Bildweberei mit den Kunsthandwerkerschulen auch in Deutschland an Bedeutung. Zu einer der renommiertesten Kunsthandwerkerinnen auf diesem Gebiet zählte die Lübecker Handweberin Alen Müller-Hellwig, die unter anderem Aufträge für die großen Bauten Mies van der Rohes in Berlin, Paris, Barcelona und Mailand ausführte. Von ihr hat Ruth Löbe das Grundprinzip ihrer Arbeit gelernt, ein lebendiges Textil zu weben und dabei den Charakter einer gewebten Fläche sichtbar werden zu lassen.

Die in Georgsmarienhütte geborene Ruth Löbe studierte an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover „Textildesign“ und „Freie Plastik“ und arbeitete zunächst als Designerin für die Mode-Druck-Industrie in Österreich bevor sie von 1988 bis 1990 eine Handweblehre mit anschließender Gesellenprüfung bei Alen Müller-Hellwig in Lübeck absolvierte. Seit 1992 führt sie die seit 1934 im Lübecker Burgtor bestehende Werkstatt ihrer Lehrerin weiter. 1998 wurde Ruth Löbe durch die Paul Brockhaus-Stiftung in Lübeck gefördert, im Jahr 2000 wurde sie mit dem Hessischen Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk geehrt und 2009 erhielt sie den Kunsthandwerkerpreis der Triennale des norddeutschen Kunsthandwerks für ihr Gesamtwerk.

 

Ilka Thörner / Tuchmacher Museum Bramsche
http://www.tuchmachermuseum.de
erstellt am 29.11.2010



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