Zum Auftakt skizziert ein Rundgang durch die Ausstellung die Kleidung der Römer und Germanen, ihre Herstellung und die dahinter stehenden kulturellen Leistungen. Einen ‚fühlbaren‘ Eindruck von der römischen und germanischen Kleidung ermöglichen aber erst die Rekonstruktionen antiker Textilien und Arbeitstechniken auf der Grundlage archäologischer Funde sowie bildlicher und schriftlicher Quellen. Ein besonderes Exponat ist hier die Rekonstruktion der „Münchener Penelope“, deren Entstehungsgeschichte Dr. Ingeborg Kader im Begleitband nachvollzieht. Die Notwendigkeit der Rekonstruktion für die wissenschaftliche Forschung, die an vielen Exponaten der Ausstellung deutlich wird, erläutert Dr. H.-Helge Nieswandt in seinem Aufsatz. Das Zentrum der Ausstellung bildet die Forschungswerkstatt von Dr. Ellen Harlizius-Klück, in der die Kulturwissenschaftlerin an einem Gewichtswebstuhl die Techniken, Muster und Handgriffe zur antiken Musterweberei rekonstruiert. Theoretische Grundlagen und erste Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert sie in ihrem Aufsatz. Abschließend pointieren Annette Hülsenbeck und Dr. Ellen Harlizius-Klück den hohen Stellenwert von Textilien in den antiken Gesellschaften anhand zahlreicher Motive aus der Mythologie und aus Märchen.
„Gesponnen & Verwoben – Textiles zu Zeiten von Römern und Germanen“
80 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
Rasch, Druckerei und Verlag Bramsche
ISBN 978-3-89946-139-8
8,50 Euro
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