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05.06.2009 - 25.10.2009 Gesponnen & Verwoben — Ausstellung und ForschungsWerkstatt
Gesponnen & Verwoben – Spinnen und Weben zählen zu den ältesten und elementarsten Kulturtechniken der Menschen. Zu Zeiten von Römern und Germanen war die Produktion von Textilien sehr aufwendig, technisch hoch entwickelt und daher ein wichtiger Bestandteil dieser Gesellschaften. Kleidung war nicht allein ein Schutz vor Witterungseinflüssen – sie zeigte auch den sozialen Stand und die kulturelle Zugehörigkeit ihrer Träger. Originale Textilien aus römischer und germanischer Zeit sind allerdings nur in wenigen Fragmenten erhalten. Unsere Kenntnisse basieren vor allem auf römischen Schrift- und Bildquellen. Über die Rekonstruktion antiker Stoffe und Arbeitstechniken ist es jedoch möglich, einen „fühlbaren“ Eindruck von der antiken Kleidung sowie ihrer Herstellung zu bekommen. Die Ausstellung „Gesponnen & Verwoben – Textiles zu Zeiten von Römern und Germanen“, die das Tuchmacher Museum Bramsche vom 5. Juni bis 25. Oktober 2009 zeigt, widmet sich nicht nur dem vielschichten Thema der antiken Kleidung, sondern im Zentrum steht eine Forschungswerkstatt, in der die Besucher die Rekonstruktion der antiken Musterweberei miterleben können.


Trauernde Penelope (Foto: Heide Glöckler & Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, München)
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Trauernde Penelope (Foto: Heide Glöckler & Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, München)

ForschungsWerkstatt
Für die ForschungsWerkstatt verlagert die Kulturwissenschaftlerin Dr. Ellen Harlizius-Klück ihren Arbeitsplatz ins Tuchmacher Museum. An einem Gewichtswebstuhl wird sie hier die Techniken, Muster und Handgriffe zur antiken Musterweberei rekonstruieren und dabei die ihnen zugrunde liegenden Entwürfe sowie deren Zusammenhänge mit der antiken Mathematik und Philosophie untersuchen. Frühere Forschungsergebnisse von ihr haben bereits gezeigt, dass in der Antike der Entwurf und die Planung von reich ornamentierten Stoffen Ordnungsprinzipien folgten, die sich auch in der Mathematik und Philosophie nachweisen lassen.

Dr. Ellen Harlizius-Klück am Gewichtswebstuhl (Foto: Dr. Ellen Harlizius-Klück)
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Dr. Ellen Harlizius-Klück am Gewichtswebstuhl (Foto: Dr. Ellen Harlizius-Klück)

Dr. Ellen Harlizius-Klück studierte Mathematik und Kunst an der Universität Siegen sowie Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Düsseldorf. Sie promovierte an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg und vertrat in den Jahren 2002 bis 2006 die Professur für Textil- und Bekleidungswissenschaften an der Universität Osnabrück. Seit vielen Jahren forscht und veröffentlicht sie zu verschiedenen mathematikhistorischen und textilwissenschaftlichen Themen. Mit der Bramscher Forschungswerkstatt führt sie ihr Projekt „Dyadische Arithmetik in Philosophie und Weberei“ weiter, für das sie im Rahmen des Ideenwettbewerbs „kopf + zahl“ 2008 einen Preis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhielt.
Weitere Informationen: www.praetexta.de


Gemma Augustea, Gipsabguss (Foto: Archäologisches Museum der Universität Münster)
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Gemma Augustea, Gipsabguss (Foto: Archäologisches Museum der Universität Münster)

Ausstellung
In der Ausstellung wird anhand ausgewählter, besonders aussagekräftiger Objekte die Herstellung der Kleidung und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung in einem größeren Zusammenhang thematisiert – Objekte, meist Rekonstruktionen, mit einer besonderen Entstehungsgeschichte. Schlaglichtartig blicken wir mit der Rekonstruktion der Penelope auf die Bedeutung der Weberei in der Antike, mit dem nach einem Moorfund rekonstruierten Thorsberger Prachtmantel auf die Bekleidung der Germanen in spätantiker Zeit, mit den Nach-Zeichnungen und einem Miniatur-Abguss der Igeler Säule, einem Grabmonument einer wohlhabenden treverischen Tuchhändlerfamilie, auf die Bedeutung des Textilhandels in den römischen Provinzen oder mit den Reliefabgüssen der Mark Aurel-Säule in Rom und die Gemma Augustea auf das Bild der Römer von den Germanen.


Die Leihgaben kommen u.a. aus dem Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München, Museum Tuch + Technik Neumünster, dem Roentgen-Museum Neuwied, der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück und dem Archäologischen Museum der Universität Münster.


Zu der Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm mit speziellen Führungen für Schulklassen, Workshops und einer Vortragsreihe im September und Oktober statt.

Eröffnung: Freitag, 05.06.2009, 19.00 Uhr

„Gesponnen & Verwoben“ wird gefördert durch die Kreissparkasse Bersenbrück und die Niedersächsische Sparkassenstiftung, den Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. und das Land Niedersachsen sowie den Förderverein Tuchmacher Museum Bramsche e.V.

Förderer
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Gesponnen & Verwoben
Textiles zu Zeiten von Römern und Germanen

Ausstellung und ForschungsWerkstatt im Tuchmacher Museum Bramsche
5. Juni bis 25. Oktober 2009

Öffnungszeiten der ForschungsWerkstatt
Mi. bis So. 10.00 bis 17.00 Uhr
Fr., 9.10. bis So., 11.10. ist die ForschungsWerkstatt nicht besetzt

Öffnungszeiten der Ausstellung
Di. bis So. 10. bis 17.00 Uhr


 

Ilka Thörner / Tuchmacher Museum Bramsche
http://www.tuchmachermuseum.de
erstellt am 26.05.2009



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