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Bramscher stellen Technisches Spielzeug im Tuchmacher Museum aus
Seit dem 15. Juni entführt das Tuchmacher Museum Bramsche seine kleinen und großen Besucher mit der großen Sommerausstellung „Technisches Spielzeug – Heimliche Botschaften“ in das Reich vergangener Kinderträume. Beim Anblick der historischen Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Modellautos, Schiffen, Flugzeugen und Metallbaukästen haben sich zahlreiche Bramscher Bürgerinnen und Bürgen an die eigene Kindheit erinnert und alte Schätze ausgegraben. Diese Raritäten werden ab dem 15. Juli in Kooperation mit den Bramscher Nachrichten wöchentlich im Foyer des Tuchmacher Museum Bramsche ausgestellt. Wer noch altes technisches Spielzeug besitzt und dazu Erinnerungen und interessante Geschichten zu erzählen hat, meldet sich bitte im Tuchmacher Museum Bramsche unter Tel. 0 54 61 / 94 51 0.


Heiner Schneider
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Heiner Schneider

Heiner Schneider stellt diese Woche seine Modellautos im Tuchmacher Museum Bramsche aus. Die Autos der Firmen "Corgi-Toys", "Wiking" und "Lesney" (Matchbox) begleiten ihn seit den 1960er Jahren und er hat sie anläßlich der Ausstellung im Tuchmacher Museum wieder hervorgeholt. Lebhafte Erinnerungen verbindet er auch mit seiner Eisenbahn der Firma Fleischmann: "Als ich und meine Geschwister in der oberen Etage schlafen sollten, hatten sich meine Eltern angewöhnt, dort den Strom abzustellen. Das war, wenn man gerade ein spannendes Buch las, besonders ärgerlich. Einmal wurden ich und meine Schwestern sehr aktiv. Alle Lampen, Föhn, Rasierapparat, Radio und Plattenspieler wurden eingeschaltet und auch meine Eisenbahn, zwei Züge standen in Hab-Acht-Stellung. Als meine Eltern zu später Stunde wieder den Strom einschalteten, erstrahlte die ganze Etage in hellem Glanz, aus dem Bad kam ziemlicher Lärm, die Eisenbahn rauschte in hohem Tempo ihre Runde, das Radio fing an zu spielen. Dummerweise waren wir Kinder eingeschlafen und konnten das Ganze erst gar nicht einordnen. Erst als ob der hohen Geschwindigkeit einer der Züge aus den Schienen sprang und zusätzlichen Lärm verursachte, merkten wir, dass unsere Rache gut geglückt war und unsere Eltern alle Hände voll zu tun hatten, um alles wieder auszuschalten."

Fritz-Ulrich Abendroth
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Fritz-Ulrich Abendroth

Fritz-Ulrich Abendroth bekam seine BUB-Eisenbahn Ende der 1940er Jahre von seiner Mutter zu Weihnachten geschenkt. Ein Schienenoval, eine Lokomotive mit Tender, ein grüner Gepäckwagen und zwei grüne Personenwagen mit Abteilen der 2. und 3. Klasse gehörten zu der Erstausstattung, die in den folgenden Jahren vom Taschengeld immer wieder erweitert wurde. Die Spielwarenfabrik BUB wurde 1851 von Karl Bub in Nürnberg gegründet und gehörte in den 1920er und 1930er Jahren zu den wichtigsten deutschenS Spielzeugproduzenten. Seit dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhundert wurden sowohl uhrwerkbetriebene als auch elektrische Eisenbahnen produziert. 1948 entwickelte BUB eine eigene Modellbahn in Spur S (1:66), Spurweite 22,5 mm, deren Produktion bereits zehn Jahre später eingestellt wurde. BUB verlagerte sich auf die Herstellung der Spurweiten 0 und H0. Heute produziert BUB Modellautos.

Reinhold Pohl
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Reinhold Pohl

Reinhold Pohl hat seine Dampfmaschine, eine Lokomobile der Firma Doll (ca. 1910), von einem Nachbarn geschenkt bekommen. Die Dampfmaschine, die James Watt 1765 erfunden hatte, wurde schnell von der Spielzeugindustrie entdeckt. Bereits 1840 wurde die erste Spielzeug-Dampfmaschine vorgestellt. Die bekanntesten Hersteller waren die Firmen Plank, Doll und Märklin. Die Firma Doll wurde 1898 gegründet und stellte vorwiegend Dampfmaschinen und Eisenbahnmodelle her. 1938 ging sie in den Besitz der Firma Fleischmann über. Erst-Besitzer der jetzt im Tuchmacher Museum ausgestellten Dampfmaschine war Christian Sostmann (Jg. 1900), der sie an seinen Sohn, Heinz Sostmann (Jg. 1923), weitergab. Von ihm hat sie Reinhold Pohl geschenkt bekommen.

Reinhard Paust - Foto: Bramscher Nachrichten
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Reinhard Paust - Foto: Bramscher Nachrichten

Reinhard Paust, der zum Auftakt seine Schätze zeigt, hat seine Leidenschaft für die elektrischen Eisenbahnen von seinem Vater geerbt. Schon als Bramscher Bäckergeselle träumte dieser davon, eine elektrische Eisenbahn zu besitzen. Aber Wirtschaftskrise, 2. Weltkrieg und Nachkriegszeit ließen die Verwirklichung dieses Traumes in weite Ferne rücken. Für seinen Sohn Richard erfüllte sich der Kindheitstraum des Vaters – als er 7 Jahre alt war, lag die lang ersehnte Eisenbahn unter dem Weihnachtsbaum. Bis heute hält bei Reinhard Paust die Liebe zur elektrischen Eisenbahn an und es ist nicht bei einer Modellbahnanlage geblieben. Für das Tuchmacher Museum Bramsche hat er sich jetzt von einigen seiner historischen Eisenbahnlokomotiven und -wagen getrennt, die nun für eine Woche im Museumsfoyer zu sehen sind.
 

Ilka Thörner / Tuchmacher Museum Bramsche
http://www.tuchmachermuseum.de
erstellt am 15.07.2008



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